Wissenschaftliche Forschung

Kolorimetrische Methode

2001 hat die Universität Udine zum ersten Mal in Italien die kolorimetrische Methode angewandt, um die Sauerstoffdurchlässigkeit der Weinverschlüsse zu messen. Dieselbe Methode wird in Frankreich von der Fakultät Önologie in Bordeaux angewandt. Die Flaschen werden mit einer indigo-karminrot farbigen Lösung, die höchst sensibel auf Sauerstoff reagiert, gefüllt. Die Lösung, mit angemessenen Reagenzien angereichert und chemisch ausgewogen, anfänglich gelb, verfärbt sich bei Sauerstoffzusatz grün und dann dunkelblau. Die Sauerstoffmenge, die in einer bestimmten Zeitspanne durch den Verschluss tritt, wird anhand eines Präzisions-Farbskalameters gemessen. Das Foto zeigt auf, wie sich die Lösung je nach Sauerstoffkonzentration blau verfärbt:

  • Verfärbung a: kein Sauerstoff
  • Verfärbung b bis d: zunehmende Oxigenation
  • Verfärbung e: 100% Oxigenation der Flüssigkeit

Kolorimetrische Methode

Mit dieser Methode sind bis heute Tests und Luftdurchlässigkeits-Messungen auf über 40`000 Flaschen mit den verschiedensten, im Handel erhältlichen Verschlüssen ausgeführt worden, zusätzlich zu mehr als zehn verschiedenen Membranen KORKED, die verschiedensten Lagerungsbedingungen ausgesetzt wurden.

Fluoreszierende Methode Ruthenium

Seit 2006 wenden KORKED und die Universität Udine zudem, zusätzlich zur kolorimetrischen Methode, die fluoreszierende Methode Ruthenium an.

Flaschen mit demineralisiertem und mit Stickstoff inertisiertem Wasser werden mit statistisch repräsentativen Mustern verschiedenster Arten von Verschlüssen (Naturkorken, Presskorken, Kunststoff, Schraubverschluss) verschlossen. Die Methode gründet auf der Erregung eines vorgängig in die Flasche eingesetzten Sensors, der Ruthenium enthält, mittels eines spezifischen Impulses der Skala der Blautöne. Das im Sensor enthaltene Ruthenium reagiert leicht verspätet, zwischen 1 bis 5 Millisekunden, auf die Stimulierung mit einem fluoreszierenden Signal in Rottönen. Die Messung der Verspätung der Reaktion, die in direkter Funktion zur in der Flasche enthaltenen Sauerstoffmenge steht, bestimmt wissenschaftlich die Durchlässigkeit des Flaschenverschlusses.

Ergebnisse

Die verschiedenen Werte der kolorimetrischen Methode und der fluoreszierenden Methode mit Ruthenium, ausgeführt in Abständen von einem Monat/drei Monaten über eine Zeitspanne von 36 Monaten, wurden von der Universität ausgewertet und in Messdaten zur Luftdurchlässigkeit des Verschlusses umgewandelt. Sie haben es KORKED nach jahrelangen Studien ermöglicht, die Durchlässigkeit der verschiedenen, auf dem Weinmarkt erhältlichen Verschlüsse zu bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit wurde in einer separaten Studie dem Naturkorken und seiner je nach Korkdichte unterschiedlichen Luftdurchlässigkeit gewidmet.

Tabelle der Luftdurchlässigkeit

Diese Studien haben KORKED erlaubt, die geringste, mittlere und höchste Luftdurchlässigkeit in den Naturkorken festzustellen und in Zusammenarbeit mit dem Polytechnikum von Mailand Membrane zu entwickeln, die wissenschaftlich und ohne Defekte das nachbilden, was die Natur kreiert hat. Gleichzeitig wurden chemische und sensorische Analysen auf abgefüllten Weinen mit verschiedenen Verschlüssen durchgeführt, um ihren Reifungsgrad zu kontrollieren und um für jede Weinart diejenige Membran zu entwickeln, die vom organoleptischen Gesichtspunkt her den besten Ausbau in der Flasche garantiert.

Aufgrund der durchgeführten Studien wurden die Kunststoffverschlüsse KORKED PRO (mittlere Luftdurchlässigkeit) und KORKED BLUE (geringe Luftdurchlässigkeit) und die Schraubverschlüsse KORKED SPIN - (geringe Luftdurchlässigkeit), KORKED SPIN (mittlere Luftdurchlässigkeit) und KORKED SPIN + (hohe Luftdurchlässigkeit) entwickelt. Die Verschlüsse KORKED sind in allen vom önologischen Standpunkt her wichtigen Staaten patentiert.